Friedrich Wilhelm zu den drei Hammern

     
Freimaurerloge im Orient Eberswalde
       Matrikel-Nr.: 371






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Was ist Freimaurerei -  für mich?

Für mich ist die Freimaurerei wie eine Schatztruhe oder, wer es (noch) nicht ganz so euphorisch mag, wie eine Werkzeugkiste, …die sich aber später auch zur Schatztruhe entwickeln kann, wenn er, die nur ihm zum Gebrauch bestimmten Werkzeuge, auch meisterlich zu beherrschen vermag.

Durch die Aufnahme zum Lehrling erhält der Bruder einen Schlüssel zu dieser Truhe und er darf zunächst einmal entscheiden, ob er ihn überhaupt benutzen will. (Nie wird ein Bruder zu etwas gezwungen!) Manch ein Bruder (be)nutzt ihn sein Leben lang nicht, was dann auch zu merken ist – für andere - Brüder.

Die, die ihn nutzen, blicken in eine Truhe, die alles enthält, was ein Bruder in sich finden kann. Manch einem reicht nur der Blick in die Truhe und was er sieht, beantwortet alles – auf den ersten Blick. Ein Anderer entdeckt eine Fälle unterschiedlichster Gegenstände, Bilder, Spielzeuge, ja auch schlichte Werkzeuge. Er wird neugierig, nimmt etwas heraus, untersucht es und wird irgendwie davon gepackt, diesen inneren Reichtum der Truhe weiter zu ergründen. Er experimentiert. Er – spielt! Und so wählt er, von Neugier gepackt, tiefer in der Truhe und findet immer mehr und immer Neues – oder Altes, längst Vergessenes, Dinge und Sachen, Situationen, Gefühle, Erinnerungen, die er nie in der Truhe vermutet hätte und je tiefer er in der Truhe sucht und gräbt, stößt er irgendwann auf ihren Grund… oder Abgrund, oder …(s)eine ganz individuelle Sicht auf das, was (s)ein Leben bisher ausmachte.

Andere wiederum machen die Truhe irgendwann zu und belassen es für eine Weile dabei. Später, irgendwann, öffnen sie die Truhe wieder und sind erstaunt, dass sie dann mit einem Mal völlig anderes enthält, als sie beim letzten Mal sahen. Manche sehen etwas, von dem sie bisher keine Ahnung hatten, dass dies auch in ihnen ist und zu ihnen gehört. Andere finden alles unverändert vor, so wie sie die Truhe beim letzten Mal verschlossen hatten. Es kann auch passieren, dass man etwas findet, was man lieber nicht gefunden hätte und ist dann erstaunt, wie schaurig dies ist, denn nicht immer findet der Bruder, was er zu finden hofft, sondern er findet das, was wirklich ist, auch wenn er es bisher nicht wahrhaben wollte. Freimaurerei ist und will es sein - ein Weg der Selbsterkenntnis.

Freimaurerei zeigt auch die Schwächen des Bruders auf und hilft ihm, diese nicht nur zu erkennen, sondern fordert auch auf, diese Schwächen kraftvoll anzugehen und zu überwinden suchen. Sie hilft aber auch, in der Schwäche das Potential der Stärke zu sehen – Freimaurerei hilft beide Seiten einer Medaille zu sehen und beide Seiten zum Klingen zu bringen. Und als meisterliches Fassen der Wahrheit sieht und erkennt der Bruder Freimaurer den Rand und seine Inschrift sowie das Material aus dem diese Medaille gemacht wurde. Und er erkennt auch, wie diese Medaille neu geschmiedet und geprägt werden kann, wenn er es will und die Kraft dazu entwickelt. All diese Optionen bietet die Freimaurerei – aber auch nicht mehr.

Egal, was und wie ein Bruder durch den Schlüssel, den er geschenkt bekommt, in der Schatztruhe, die ihm in der Freimaurerei geöffnet wird, findet, er findet meist was er suchte, bevor er ein Bruder wurde, denn es stellt seinen ganz persönlichen inneren Reichtum dar. Ja und vielfach hat ein Bruder mit einem Mal das in sich gefunden, was er bereits seit Generationen vorher vergeblich suchte. Etwas, das in ihm und wohl in jedem schon immer da war, ist und auf ewig sein wird. Denn Freimaurerei strebt nach Vervollkommnung, nach den besten individuellen und kosmischen Möglichkeiten, zu denen der Mensch von Anbeginn der Schöpfung aufgerufen und aufgefordert ist zu streben.

Nun, da er gefunden hat, erkenne er sich (darin) selbst – und lebe danach.

P.S.

Für alle, die jetzt eher negativ und ablehnend denken und auch so fühlen, die, welche einen Widerspruch in sich meinen zu erkennen (sic!); - dies ist ein Gleichnis! Es gibt viele Bilder, egal welcher Machart, sich in Wahrheiten auszudrücken. Gerade die Freimaurerei ist voll von solchen meist subtilen Gleichnissen, Bildern, Allegorien, Metaphern u.v.m. (es gibt so viele sch�ne Worte in der deutschen Sprache), doch sie alle entstammen einer Jahrhunderte (manche sagen Jahrtausende) alten Tradition, dem Mann in seiner primitiven instinktbehafteten Hilflosigkeit einerseits und seiner anmaßenden Hybris andererseits den Weg zu weisen, das Leben in heiterer Gelassenheit so zu nehmen und es in Liebe annehmend erfüllt zu leben, wie es vom Allmächtigen Baumeister der/aller Welten uns geschenkt wurde, wird und immerwährend offenbar ist.

Freimaurerei ist ein Schlüssel(-bund).


Br. N.S.


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Geschichte der Freimauererloge in Eberswalde

Der Gründungstag der Loge war am 22. Januar 1856. Die Installation selbst geschah am 18. Mai 1856. Die Grundlage war das Patent der Großloge. Es wurde am 8. März 1856 mit der Matrikelnummer 199 erteilt.
In Neustadt-Eberswalde, wie der alte Name der Stadt lautete, und in ihrer Umgebung lebten Mitte des 19. Jahrhunderts Bürger, die bereits Mitglied in anderen Freimaurerlogen waren. So war es naheliegend, dass sich die Gleichgesinnten in der Region sich trafen. Überliefert ist, dass die Brüder Werkentin, Nitsche, Knauert und Koppin am 25. November 1855 den Beschluss fassten, die Johannisloge "Friedrich Wilhelm zu den drei Hammern" zu gründen.
Tagungsort der monatlichen Arbeiten war bis Mai 1866 das Lokal "Deutsches Haus". Ab Juni 1866 traf man sich in den oberen Räumen, des Apotheker Irmgard gehörenden Hauses.
Im Logenjahr 1857 / 1858 bestand die Loge aus 33 Brüdern. Diese stammten nicht nur aus Eberswalde. Sie kamen unter anderem aus Freienwalde a.d. Oder, Berlin, Biesenbrow bei Angermünde, Schwerin a.d. Warte, Oderberg i.d. Mark, Köpenick, Pagora bei Goerz und Ravensbrück bei Lychen. Wie daraus zu erkennen ist, hatte die Loge schon damals eine große Anziehungskraft und Mühen und lange Wegstrecken wurden gern in Kauf genommen, um am Logenleben teilhaben zu können. Das berufliche Spektrum der damaligen Brüder bewegte sich vornehmlich im bürgerlichen Bereich, wie sich aus den überlieferten Dokumenten entnehmen lässt. Die Liste beginnt bei Steuer-Rath, Vermessungsrevisor, Major a.D., Apotheker, Kaufmann, Eisenhütteningenieur, Lehrer, Fabrikbesitzer, bis hin zu Domainpächter, Gutsbesitzer, Baumeister, Zimmermeister und Gasthofbesitzer.
Durch aufsteigende Mitgliederzahlen, wuchsen auch die finanziellen Verhältnisse der Loge. Der Wunsch nach einem eigenen Logenhaus wurde immer deutlicher. 1875 / 1876 entstand in der Jägerstraße (heute Puschkin Straße) das Logenhaus, welches auch heute wieder den Tempel beherbergt. In den Jahren 1927 / 1928 wurde er umgebaut und erweitert. Das Haus verfügte nunmehr über ausreichend Räumlichkeiten für freimaurerische Arbeiten, aber auch für gesellige Zusammenkünfte. So zum Beispiel ein Saal für 200 Personen, sowie ein Verkehrs- und ein Billardzimmer. Auf dem heutigen Hof befand sich eine Sommerhalle und eine Kegelbahn. Damit war das Haus nicht nur Treffpunkt ernster maurerischer Arbeit, sondern auch ein Ort der Begegnungen. Die Lichteinbringung fand am 11. März 1928 statt.
Das Wirken der Loge verlief im Stillen. Die finanziellen Verhältnisse waren geordnet. Nach dem 1. Weltkrieg ging der Währungsverfall, aber auch an der Loge nicht vorüber. Aber nicht nur der Währungsverfall beschäftigte die Brüder unserer Loge. Natürlich wurden auch die politischen Strömungen und Entwicklungen wahrgenommen. Entsprechende Hinweise finden sich im Protokoll der Meisterberatung vom 28. August 1924. Hier befasst sich Punkt 2 mit der "völkischen Einstellung" der altpreußischen Loge. Bruder Wenzel lehnt die Forderungen der "Völkischen" als undurchführbar und unberechtigt, auch dem Geiste der Loge zuwiderlaufend ab. Bruder Pott beantragt, den grundlegenden Paragrafen bezüglich der Aufnahme in die 3WK, unverändert zu lassen.
In den folgenden Jahren kam es widerholt zu Auseinandersetzungen mit dem deutsch-nationalen Tannenbergbund. Auch kurzeitige Erfolge in den Veranstaltungen, konnten den Lauf der Geschichte nicht aufhalten. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten, rückte der Beginn der "dunklen Zeit" der deutschen Freimaurerei immer näher. So deutete sich bereits im Jahresbericht vom 3. August 1932 unserer Johannisloge, die bevorstehende Dunkelheit an: Von welchem Standpunkt man auch herangeht, einen Rückblick auf das Jahr 1931/1932 zu werfen, es wird niemals ein anderes Urteil herauskommen als die Feststellung, dass dieses Jahr ein Jahr des Unheils war.
Die Nationalsozialisten, die jegliche Freimaurerei aus ideologischen Gründen bekämpften, setzten nach der Machergreifung am 30. Januar 1933 alles daran, die deutsche Freimaurerei zu vernichten. Dies geschah zunächst durch Repressionen gegen einzelne Mitglieder, sowie gegen die Logen selbst, als einzelne Institution. Ein knappes Jahr später erfolgte der Runderlass des preußischen Ministers des Inneren. Am 4. Januar 1934 (verkündet am 8. Januar 1934) wurden die Satzungen der drei altpreußischen Großlogen außer Kraft gesetzt, um die Auflösung der einzelnen Logen, unabhängig von den Regeln der Großlogen durchführen zu können. Von dieser Möglichkeit einer vereinfachten Auflösung der Loge, machten von insgesamt 472 altpreußischen Logen lediglich 13 Gebrauch. Mit Ende des Jahres 1934 und dem Beginn des Jahres 1935 wurden die altpreußischen Großlogen derart unter Druck gesetzt, dass sie sich bis zum 15. Juli 1935 "freiwillig" von selbst auflösten. Damit ereilte unserer Loge das gleiche Schicksal, wie alle Freimaurerlogen in Deutschland. Ein Jahr vor der erzwungenen Schließung durch die Nationalsozialisten, weist unser Mitgliederverzeichnis 120 Brüder auf.
Nach dem Zusammenbruch des 3.Reiches deutete alles darauf hin, dass sich im Einzugsgebiet der sowjetischen Besatzungsmacht, niemals wieder freimaurerisches Leben entwickeln würde. Es sollte sich auch über die gesamte DDR-Zeit bewahrheiten. Zur Zeit der DDR waren sämtliche Logenhäuser im Besitz der "DSF - der deutsch-sowjetischen Freundschaft".
Nach der dem wirtschaftlichen und politischen Zusammenbruch der DDR 1989, war nun die Möglichkeit für freimaurerisches Leben wieder gegeben. Durch die maßgebliche Unterstützung von Brüdern der Johannisloge "Ring der Ewigkeit" aus dem ehemaligen West-Berlin, wurde die Eberswalder Loge reaktiviert. Neun Brüder waren an der Neugründung am 7. Mai 1991 beteiligt. Das schon erwähnt Logenhaus in der heutigen Puschkin Straße wurde 1996 rückübertragen, umgebaut und modernisiert. Natürlich bekam das Haus auch wieder einen Tempel. Die Lichteinbringung fand am 30. September 1999, durch die Leitung des damaligen Großmeister Ralf-Dieter Sotschek statt. Insgesamt wohnten dem Zeremoniell 38 Brüder aus 10 Logen bei. Sie vertraten die Großloge A.F.u.A.M.v.D., die Große Landesloge der Freimaurer von Deutschland und die Große National-Mutterloge zu den drei Weltkugeln.

Somit war der Grundstein für ein freimaurerisches Leben, im Orient Eberswalde neu gelegt. Das freimaureische Leben erschöpft sich hierbei nicht nur in der ernsten Arbeit im Tempel, wenn dies auch das wichtigste Element darstellt. Mit offenen Abenden bringen wir uns in das geistig-kulturelle Leben der Stadt ein. Und getreu dem Motto: "Unsere Arbeit wäre nur halb getan..." denken wir an schwache und hilfsbedürftige unserer Gesellschaft. Heute zählt unsere Loge 24 aktive Mitglieder, davon 14 aus Eberswalde und Umgebung.


Quelle: Brätz "Geheinisvolles Eberswalde"

           Schmidt "Geschichten der Stadt Eberswalde"
           Heimatkalender Eberswalde
           Preußisher Landbote
           Märkischer Stadt- und Landbote
           Eberswalder Zeitung
           Kreis- und Stadtarchiv Eberswalde
           Archivalien der Johannesloge Friedrich Wilhelm zu den drei Hammern
           im geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz


Das Göhre Gedächtnisessen

Mit einer Tafelloge gedenken wir seit 2003 den Mitgliedern unserer Loge. Mitglieder die sich in der Vergangenheit für unsere Loge und für unsere Stadt, besondere Leistungen erbracht haben. Bruder Göhre war von 1928 bis 1933 Redner unser Loge und er war auch der erste Bürgermeister der Stadt Eberswalde nach dem Ende des zweiten Weltkrieges. Es ist Tradition geworden zu diesem Gedächtnisessen, sofern vorhanden, Nachkommen der zu ehrenden Brüder einzuladen. Ferner werden auch Vertreter aus dem politischen Raum und Institutionen unserer Stadt eingeladen.
Am 23. April 2003 trafen wir uns zum ersten Göhre Ged�chtnisessen in Sandkrug. Das zweite Göhre Gedächtnisessen konnten wir am 12. Mai 2004 in unserem Logenhaus abhalten. Es wurde Br. Wilhelm Noebel gewidmet. Das dritte Göhre Gedächtnisessen wurde am 11. Mai 2005 abgehalten. Es wurde Bruder Ernst Hopf gewidmet.


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Zum 21. Stiftungsfest 1877, Einweihung des neuen Tempels publiziert in "Die Bauhütte, Organ des Vereins deutscher Freimaurer"

Neustadt-Eberswalde.

Am 23. April beging die Loge Friedrich Wilhelm zu den drei Hämmern ihren 21. Stiftungstag und verband damit die Einweihung des neu erbauten Tempels.
Die Brr. benachbarter Oriente hatten sich zahlreich eingefunden; (die Präsenzliste ergab 130 ) Nachdem der Ehrw. Br. Zschiesche im Namen und Auftrage der Gr. Nat.-Mutterloge das Licht entzündet und den Tempel geweiht, eröffnete der Mstr. v. St, Br. Noebel, das Doppelfest unter Einschaltung eines von Br. Pauly verfassten und von den Brüdern Aufsehern mit dem Meister gesprochenen Gebets, woran sich der Gesang der musikalischen Brüder mit dem ebenfalls von Br. Pauly gedichteten Weiheliede schloss. Der Mstr. v. St. begrüßte sodann den Abgeordneten der Großloge unter dem Ausdruck des Dankes für die eindringlichen Worte, mit denen er die Weihe vollzogen und die Brüder auf ihre Aufgabe hingewiesen habe. Es seien, fuhr der Meister fort, zwei Jahrzehnte seit Gründung der Werkstätte vergangen, es wäre dies zwar nur eine kurze Zeit, dennoch befände sich der erste Hammer bereits in der dritten Hand und die Brr. zögen heute schon in die dritte Werkstätte ein. Die Loge hätte das Glück gehabt, ihren Lebenslauf unter Leitung besonders begabten Meistern, der jetzigen Ehrenmeister Werkenthin und Mensch, zu beginnen und elf Jahre hindurch fortzusetzen. Der Bruderkreis habe bald an Ausdehnung so gewonnen, dass weder die Räume im Deutschen Hause, noch die später von Br. Imgart gemieteten Wohnung als ausreichend betrachtet werden konnte, und da geeignete Räumlichkeiten mietsweise nicht zu beschaffen gewesen wären, so wäre der Wunsch nach Erbauung eines eigenen Logenhauses entstanden. Durch Erhöhung der Jahresbeiträge, durch die Freigebigkeit einiger Brüder, wie der Brr. Schubert und Schwondy, für den Fonds zu sammeln und Baumaterialien gratis zu beschaffen, wäre der Bau wesentlich gefördert worden. Nachdem sodann die Namen der Brüder, welche sich durch reichliche Geld- und Natural-Spenden verdient gemacht, verlesen worden, schilderte der Meister die Tätigkeit der Bau-Kommission und brachte den Mitgliedern derselben den Dank der Loge dar. Aber mit Dank müssten sich auch die Brüder der 12 Stifter erinnern, die vor 20 Jahren den Grund zu diesen Baue legten und von denen nur noch 4 Brüder der Loge angehörten. Der größte Dank gebühre jedoch den Bundesbehörden, die der Loge stets eine wohlwollende und fördernde Beachtung geschenkt und unter deren Ägide der wahre Geist der Maurerei immer reiner und edler zur Geltung komme. Der Mstr. v. Stuhl begrüßte sodann das Bundes - Direktorium, die Stifter, die besuchenden Brüder, alle Brr., welche durch Geschenke zur Erleichterung des Baues beigetragen und endlich die Mitglieder der Baukommission und der Kommission für die innere Einrichtung. Hierauf ergriffen die besuchenden Brüder das Wort und brachten ihre Glückwünsche dar: der Ehrw. Br. Zschiesche im Namen der Grossloge, Br. Brücker für die besuchenden Brüder, Br. Amerlan im Namen der Loge ,,Zum Tempel der Tugend" im Or. Schwedt. Der Redner, Br. Ebeling, hatte sich zum Thema:,,Mahnungen und Erinnerungen am Stiftungsfest" gewählt. Von den schriftlich und telegraphisch eingegangenen Glückwünschen wurden die von Br. v. Dolly und Br. Mensch verlesen. Letzterer hatte zur großen Freude der Brüder sein Bild eingesandt, ebenso hatte der Meister v. St. das seinige der Loge zum Geschenk gemacht. Nachdem sodann des Ehrenmeisters Br. Werkenthin gedacht, die Namen zweier Suchender an die Tafel geschrieben, und von Br. Tappert eine silberne prachtvolle Armenbüchse überreicht worden, wurde die Festloge um 2 Uhr geschlossen. An der Tafel nahmen 114 Brüder teil. Das Mahl war durch schönen Gesang eines Berliner Quartetts, durch Cornetsolis des Br. Thiele aus Berlin, durch geistvolle Tischreden und Glückwünsche gewürzt und ein vorzügliches Essen trug gleichfalls zur Erhöhung der Feststimmung bei. Die letzten Brüder verließen erst um 12 Uhr nachts die Räume, um mit den Zügen nach Hause zu fahren.

gefunden bei: Großpolnische Digitale Bibliothek
Quelle: http://www.wbc.poznan.pl/dlibra/plain-content?id=117749




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